MuPAD in eine Stiftung einbringen?

        Nach den Ereignissen, die ich in

        Die Abwicklung des MuPAD Projekts an der Uni Paderborn

        geschildert habe, versuchte ich immer noch die ursprünglichen Ziele zu verwirklichen, obwohl ich inzwischen DM 698 000 für das Projekt aufgewendet hatte. Ich kontaktierte Stiftungen, Gemeinnützige Vereinigungen, Firmen, und Forschungsinstitutionen. Alle versuchte ich davon zu überzeugen, dass eine für die Scientific Community wichtige Entwicklung in eine Stiftung gehöre.
        Darunter waren:
        Daneben kontaktierte ich wichtige ausländische Forschungsinstitutionen, und unsere direkten Konkurrenten. Zwei große US-Firmen im Bereich numerischer Software hatte ich schon vorher kontaktiert, von einer wurde ein Kaufangebot abgegeben. Allerdings nur für die Assets, die Arbeitsplätze in Paderborn sollten wegfallen. Meine persönlichen Investitionen hätte ich gerettet, aber dies kam nicht in Frage.

        Falsch an der Darstellung, die Sie in den oben zugänglichen Dokumenten lesen können, ist, dass Bund und Land SciFace mit vielen Millionen gefördert hatten. Es waren weniger als eine Million EURO. Aber auch für die tat es mir leid, selbst in Anbetracht der Tatsache, dass der neue Wissenschaftsminister, den rechtlich bedenklichen Handlungen der Hochschule, welche die Nachhaltigkeit der Förderung zerstörten, nun umfassenden Schutz bot.

        Obwohl die meisten der angesprochenen Institutionen früher Interesse gezeigt hatten, waren meine Bemühungen erfolglos. Entweder ich bekam keine Antwort, oder bei telefonischen Nachfragen wurden meine Ideen (kostenfreie Software) als Spinnereien abgetan. Häufig hieß es auch, dass die Arbeitsplätze in Paderborn sowieso nicht zu retten seien, denn eine solche Firma brauche eine intaktes Hochschulumfeld um den Wissenstransfer zu ermöglichen, dies sei ja gerade hier nicht der Fall.

        Dem letzten Punkt widersprach ich. Ich verwies darauf, dass eine Hochschule mehr sei, als ein schwaches Rektorat, welches sich dem Einfluss einiger "Kollegen" nicht widersetzen könne. Ich verwies auf die großartigen Studenten auf die man in Paderborn träfe, den Vorteil, den man durch eine noch nicht vollständig ausgeschöpfte Bildungsreserve habe, usw. usw. Meine Vorstellung, dass Studenten wichtiger seien, als Rektoren und so mancher Professor, wurde als extrem empfunden.

        Vorher waren schon meine Versuche, MuPAD unter die Kontrolle der Universität Paderborn zu stellen, gescheitert, die Versuche einer Übertragung an GMD, Max Planck Gesellschaft, Fraunhofer Gesellschaft etc. waren schon früher gescheitert.

        Ich war enttäuscht, über das Umfeld, welches man vorfindet, wenn man das tut, was die "gesellschaftlich relevanten Kräfte" immer fordern. Die Insolvenz von SciFace stand bevor. Im Juni 2005 traf ich mich mit Steuerexperten und einem Arbeitsrechtler um die Abwicklung des Konkurses zu besprechen, der Geschäftsführer von SciFace hatte mir mitgeteilt, dass es wohl im September zu Ende sei. Schon lange hatte man mir geraten, meine noch nicht verbrauchten Gesellschafterdarlehen sofort zurückzurufen um wenigstens von meinem eigenen Einsatz zu retten was zu retten war. Aber das schien mir nicht richtig gegenüber meinen Mitarbeitern - auf die ich immer maßlos stolz war.

        Also galt es zusammen auszuhalten und auf das Unerwartete zu hoffen. Auch war es nötig die altruistischen "Spinnereien" über Bord zu werfen.

        In Vorbereitung:
        Weitere und schlimmere Aktionen zur Zerstörung des Projektes
        Der Turn Around
        Auf einmal: Glänzende Aussichten für den IT-Standort herbeigeführt durch eine winzige Firma .
        Es kommt noch viel schlimmer
        Zu guter Letzt noch die anonyme Kriminalisierung.